Warum ich seit 10 Jahren keine Milchprodukte mehr esse

 In Allgemein

70 Liter Milch nimmt jeder Deutsche im Jahr zu sich

Insgesamt 85 Kilogramm Frischmilcherzeugnisse, davon etwa 70 Liter Milch, nimmt jeder Deutsche im Jahr zu sich.

Damit sind wir Weltspitze. Wusstest du, dass der menschliche Körper Milch weder zwingend braucht, noch ursprünglich darauf ausgerichtet ist, Milchzucker zu verdauen?

Es ist absolut paradox, dass Menschen die einzigen Lebewesen sind, die Muttermilch von anderen Tieren konsumieren und das auch noch im Erwachsenenalter.
Unumstritten ist, dass Milch zum Start ins Leben essentiell ist. Der Säugling kann die Muttermilch dank des Enzyms Laktase problemlos verdauen. Bleibt einem Menschen diese Fähigkeit ist die Verdauung von Milchprodukten auch im Erwachsenenalter möglich.

Aber ist dieser überhaupt nötig?

Laktoseintoleranz

Was in Deutschland als Krankheitsbild auftritt, ist auf vielen Kontinenten ganz normal: Milchunverträglichkeit.

75% der Weltbevölkerung sind laktoseintolerant.

Wenn dem Körper das Enzym Laktase fehlt, welches den Milchzucker (Laktose) in verdauliche Bestandteile spalten soll, spricht man von einer Laktoseintoleranz. Deutschlandweit betrifft dies 15 Prozent der Menschen, doch weltweit betrachtet ist eine Milchverträglichkeit eher die Ausnahme. In Asien und Afrika beispielsweise kann gerade mal ein Prozent der Einwohner Milch verdauen.
Im Laufe der Evolution und der vor etwa 7.000 Jahren begonnenen Viehzucht haben vornehmlich Bevölkerungen im Norden das Enzym Laktase entwickelt, um Milch zu verdauen, die eigentlich als Nahrung in Notzeiten gedacht war. Ursprünglich scheint unser Körper also keineswegs auf Milch angewiesen zu sein, ganz im Gegenteil.

Massentierhaltung

Besonders möchte ich auf die Milch eingehen, die in den Kühlregalen unserer Kaufhäuser und Discounter steht und auf die die meisten Konsumenten zurückgreifen. Hier handelt es sich in den meisten Fällen um A1-Milch. Dies ist eine Klassifizierung der Milch-Kühe, die in der Regel verwendet werden.

Überleg mal, die Milch kommt nicht von einer Kuh, sondern von ganz vielen Kühen.

Den Kühen geht es verdammt schlecht.

Außer bei dem Bio Gütesiegel Demeter ist es erlaubt, den Kühen die Hörner abzunehmen. Das ist so als würde man uns die Nase abschneiden.Wärst du ohne deine Nase glücklich?

Kühe brauchen ihre Hörner zur Koordinierung, Wahrnehmung und Witterung.

Ist Bio-Milch die bessere Alternative?

Viele glauben, Bio-Milch zu trinken ist ein guter Kompromiss. Sie stammt nicht nur aus biologischer Landwirtschaft, sondern ist auch noch gesünder als konventionelle Milch. Das stimmt, enthält Bio-Milch doch dreimal mehr Omega-3-Fettsäuren und mehr Vitamine, dafür weniger Schadstoffe als konventionelle Milch.

Aber ist die Kuh, der man die leckere Bio-Milch zu verdanken hat, wirklich „glücklich“? Vielleicht stimmt die Aussage, dass Bio-Kühe ein freudigeres und leidarmes Leben führen. Doch was sie nicht von den Tieren aus Massenhaltung unterscheidet:

Auch sie müssen jährlich kalben, werden teilweise künstlich befruchtet, vom Kalb kurz nach der Geburt getrennt und enden nach ihrem Job als Milchproduzenten im Schlachthof.

Ganz zu schweigen von den Kühen aus konventioneller Landwirtschaft. Bis zu 40 Liter Milch geben die Turbokühe am Tag (normal wären etwa acht). Um diese Höchstleistungen zu erzielen, bekommen sie Kraftfutter, werden dauerschwanger gemacht und leiden an verschiedenen Krankheiten, wie Euterentzündungen, die schließlich mit Antibiotika behandelt werden. Davon hat dann auch der Mensch was, wenn er die Milch zu sich nimmt.

Eine Kuh könnte 20 Jahre alt werden.

Doch der Hochleistungsapparat muss nur etwa fünf Jahre durchhalten, bevor er dann zum Schlachter geführt wird.

Für viele Menschen ist Milch eines der natürlichsten Produkte. Sie kommt frisch von der Kuh und kann ohne Zusätze getrunken werden. Doch in der Realität sieht das etwas anders aus. Denn Milch ist mittlerweile ein industriell verarbeitetes Lebensmittel, das statt von der Kuh frisch aus der Molkerei kommt. Dort wurde sie homogenisiert, in ihre Einzelteile zerlegt, pasteurisiert, wärmebehandelt, haltbar gemacht.

Klingt nicht mehr so natürlich!?

Milch ungesund aufgrund Kalziumverlust.

Bereits als Kind lernt man:

Das Kalzium aus der Milch hilft beim Wachsen, ist gut für die Knochen.

Was nur wenige wissen:

Die vielen tierischen Proteine in der Milch können im Körper und im Blut zu Übersäuerung führen.

Um diese zu neutralisieren, braucht der Körper wiederum Kalzium, was er dann aus den Knochen entnehmen muss. Dieser Kalziumverlust kann die Ursache für Osteoporose darstellen.

Und das, obwohl ja behauptet wird, Milch beuge der Krankheit vor! Das Verhältnis von Aufnahme und Verlust von Kalzium ist wesentlich wichtiger als die reine Aufnahme des Mineralstoffes.

Denn wie Milchgegner argumentieren, entsteht Kalziummangel nicht dadurch, dass man zu wenig Milch trinkt, sondern zu viele saure Lebensmittel, wie Kaffee, Cola, Alkohol, Fleisch, Milchprodukte und Süßigkeiten, zu sich nimmt.

Auch wenn es im Vergleich zur Milch weniger ist: Ebenso enthalten viele pflanzliche Quellen Kalzium und können den Bedarf an diesem Mineralstoff ausreichend decken. Ganz oben stehen dabei grünes Blattgemüse, Brokkoli, Bohnen, Soja, Nüsse und Getreide. Auch kann pflanzliches Eiweiß vom Körper besser verstoffwechselt werden und senkt den pH-Wert nicht in den sauren Bereich.

Wenn Du dennoch Milch trinken willst, und sei es ab und zu, rate ich dir die Milch direkt und unverarbeitet beim Biobauern zu holen – wenn die Tiere dann noch fast ganzjährig auf der Wiese stehen ist das wenigstens besser für die Nährwerte und Fette in der Milch.

Links zur Podcastfolge:

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/ungesunde-milch-ia.html

http://www.online-seminar-glueck.de/

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